Befreiung vom Sportunterricht

Freistellung von der aktiven Teilnahme am Schulsport

 

Erlass vom 12. August 2009 IV.2 – 170.000.008 – 7 Gült. Verz. Nr. 7204

Der Sportunterricht ist in allen Schulformen und Schulstufen obligatorisch. Die regelmäßige und vielseitige sportliche Betätigung dient aus sportmedizinischer Sicht vor allem der Haltungsprophylaxe und wirkt sich günstig auf Risikofaktoren wie Bewegungsmangel, Hypertonie, Hypotonie, Adipositas aus und kann gegen Herz-Kreislauf- Erkrankungen schützen. Eine gänzliche oder teilweise Freistellung von der aktiven Teilnahme am Schulsport kann daher nur aus gesundheitlichen Gründen erfolgen.

Bei Freistellungsanträgen, die von den Eltern oder den volljährigen Schülerinnen und Schülern selbst zu stellen sind, ist künftig wie folgt zu verfahren:

1. Eine gänzliche oder teilweise Freistellung von der aktiven Teilnahme am Sportunterricht bis zu vier Wochen kann die Sportlehrerin oder der Sportlehrer im Benehmen mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer bzw. der Tutorin oder dem Tutor auf Antrag der Eltern oder der volljährigen Schülerin oder des volljährigen Schülers bei einer nachvollziehbaren Begründung genehmigen. Dies gilt auch für länger dauernde Freistellungen, sofern offensichtliche und für die Sportlehrkraft erkennbare Verletzungen vorliegen.

2. Eine Freistellung von der aktiven Teilnahme am Sportunterricht über vier Wochen hinaus bis zu drei Monaten wird von der Schulleitung auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes gewährt. In allen anderen Fällen, in denen die Zeit von drei Monaten überschritten wird, ist die Vorlage eines von den Eltern bzw. der volljährigen Schülerin oder dem volljährigen Schüler beizubringenden amtsärztlichen Attestes, das vom zuständigen Schularzt im Benehmen mit dem Gesundheitsamt ausgestellt wird, erforderlich.

3. Gänzliche oder teilweise Freistellungen von der aktiven Teilnahme am Sportunterricht sind nicht über den Zeitraum von einem Jahr auszudehnen. Im Interesse der Kinder und Jugendlichen sind spätestens nach einem Jahr Kontrolluntersuchungen vorzunehmen.

 4. Sofern der Freistellungsgrund es zulässt, sollte die Schülerin oder der Schüler während des Sportunterrichts anwesend sein, um den sporttheoretischen Unterweisungen zu folgen und ausgewählte Aufgaben zu übernehmen (z. B. schiedsrichtern, sportmotorische Leistungen aufzeichnen, Spielanalysebögen auswerten). Die Entscheidung trifft im Einzelfall die zuständige Sportlehrkraft im Benehmen mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer bzw. der Tutorin oder dem Tutor.

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