Sprachlicher und musischer Bereich

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu den Aktivitäten und Angeboten des sprachlich-musischen Bereichs. Dazu gehören die Konzerte unsere Musiker oder die Theateraufführungen des Darstellenden Spiels, aber auch regelmäßige Autorenlesungen für alle Jahrgangsstufen.


Schüleraustausch mit Piedimonte Matese

Italienaustausch

Im April hatten bereits 15 Schülerinnen und Schüler der Einhardschule Italien besucht. Der Schulbesuch im Liceo Galileo Galilei war recht abwechslungsreich gestaltet. Die Gruppe konnte chemische Experimente durchführen, an einem Sporttag teilnehmen und sich in einem Kunstprojekt verwirklichen. In der Ponticorvo Molkerei im Nachbarort Alvignano lernten die Schüler alles über die Herstellung von Büffelmozzarella, der sich auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. Außerdem bot sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit die kulturreiche Region rund um Piedimonte zu erkunden. So ging es in die aufregende Großstadt Neapel sowie zu den Ausgrabungen im weltberühmten Pompeji. Ebenfalls auf dem Programm standen das nicht ganz so bekannte Sorrento an der italienischen Amalfi-Küste und die Provinzhauptstadt Caserta. Auch in Piedimonte durfte natürlich der Besuch beim Bürgermeister nicht fehlen.


Theaterfest 2019

Theater Web 2Seligenstadt, 13.6.2019.  Das zweitägige Theaterfest an der Einhardschule war ein voller Erfolg. An beiden Abenden spielten die einzelnen Gruppen im vollbesetzten Forum. Nach teils nervenaufreibenden Proben konnten die Jugendlichen ihr Publikum mit ihren selbst entwickelten Stücken überzeugen. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass man nicht-wie in den vergangenen Jahren – auf der Bühne des Forums gespielt hat, sondern mitten im Forum, so dass das Publikum fast schon Bestandteil der einzelnen Inszenierungen war. An beiden Abenden eröffnete der Wahlpflichtkurs der Jahrgangsstufe 10 mit seiner humorvollen „Deutschlandreise“ den Abend. In dem unter der Leitung von Sonja Muschkowski entstanden Schauspiel machen sich fünf junge Frauen aus allen Teilen der Welt auf nach Deutschland, um zu erfahren, was hinter den Deutschlandklischees von Oktoberfest, Dirndl und Gartenzwergen wirklich steckt. Für die Zuschauer eröffnete das Stück neue Perspektive auf das eigene Land.

Im darauffolgenden gesellschaftskritischen Stück des Oberstufenkurs von Ina Pohl treffen vergnügungssüchtige, ganz dem Konsum hingegebene Touristen und Umweltschützer auf dem „Traumschiff Titanic“ aufeinander. Bei so einer Konstellation ist der Konfliktstoff bereits vorprogrammiert. Die einen wollen sich ohne Rücksicht auf Verluste amüsieren, die anderen die Welt retten, bis schließlich das Schiff an einem Plastikberg zerschellt.

Der Oberstufenkurs von Judith Weiß befasste sich ab 21 Uhr kritisch mit dem Schulklassiker „Woyzeck“ von Georg Büchner und fragte „Woyzeck: Ein Lehr- oder Leerstück?“. Bei der Erarbeitung des Stückes stand für die Gruppe zunächst die Frage im Raum, was dieses auf den ersten Blick doch recht angestaubte Drama über das Leben eines einfachen Soldaten aus dem 19. Jahrhundert eigentlich im Lektüre-Kanon der Oberstufe zu suchen hat.  Schließlich ließen sich doch Bezüge zur Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler erkennen. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit Büchners Werk ist ein ungeheuer fesselndes modernes Stück über Macht und Ohnmacht in unserer Zeit entstanden.

hr-Bigband spielt für die Einhardschule

BigBand ESSSeligenstadt, 5.6.2019. Die hr-Bigband gilt als einer der besten Ensembles ihrer Art national wie international. Da ist es schon etwas ganz Besonderes, wenn die Big Band der Einhardschule im Vorprogramm spielen darf und dabei auch gleich noch spontane Unterstützung von zwei Profis der hr-Bigband in Person von Manfred Honetschläger (Posaune) und Francesco Hitzel (Trompete) bekommt.

Bei dem Konzert im Seligenstädter Riesen ging es vor allem darum, Interesse und Begeisterung für live gespielte Jazz-Musik in all ihrer Vielseitigkeit zu wecken. Das junge Publikum, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Einhardschule, zeigte sich auch tatsächlich begeistert und honorierte die einzelnen Darbietungen mit langanhaltemden und enthusiastischem Applaus.

Bigband SolistModeriert wurde das Konzert von Remig Halama, Kevin Kröger und Jonas Neubauer. Die drei Schüler waren zuvor in Workshops beim hr von Profis auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Die Moderaten mussten aber nicht nur die einzelnen Stücke vorstellen, sondern gaben gemeinsam mit den Profis der Bigband eine Einführung in das Thema Improvisation, das in der Jazzmusik die entscheidende Rolle spielt. So lernten die Zuhörer, dass die die genaue Kenntnis von Skalen und Tonleitern die Grundlage einer jeden gelungenen Improvisation ist. Steffen Weber, Tenor-Saxofonist der hr-Bigband – demonstrierte dies live auf der Bühne mit einer spontanen Blues-Improvisation. Spannend war es dann zu hören, was die einzelnen Solisten zu ihren Improvisationen inspiriert: Da spielt natürlich das anwesende Publikum eine entscheidende Rolle, aber auch der Raum, das Licht und ganz wichtig, der Pausensnack, der den Musikern zur Stärkung gereicht wird.

Das einmalige Konzert hätte nicht stattfinden können ohne Unterstützung des Fördervereins der Schule und von Monika Gündling-D’Alessio, Cafeteria der ESS und der Stadtverwaltung Seligenstadt.

 


Lesung und Poetry Slam: Literatur an der Einhardschule

Seligenstadt, 30.1.2019. In der sogenannten Aktivitätenwoche der Einhardschule fanden gleich zwei literarische Events statt. Eine Lesung für die gesamte Jahrgangsstufe sechs und ein Poetry Slam für die Großen. Auch einer Gewinnerin beim Schreibwettbewerb ohne Punkt und Komma kann die Schule gratulieren.

Lesung mit Uli Leistenschneider

LesungDie Kinderbuchautorin besuchte die Schule bereits zum zweiten Mal und las aus ihrer Nashorn-Trilogie. Darin geht es aber nicht um Nashörner, sondern um die erste Liebe und das Gefühlschaos darum herum. So heißt es im Klappentext: „Lea ist zum ersten Mal verliebt – in Jan. Aber wie soll man nur mit seiner ersten Liebe reden, wenn es sich anfühlt, als hätte man statt zarter Schmetterlinge eine ganze Herde Nashörner im Bauch?“ Illustriert wurde die Reihe mit frechen Comiczeichnungen von Isabelle Göntgen. Die Zeichnungen erleichtern es weniger routinierten Lesern, einen Einstieg in die Romanreihe zu finden.

In einer Fragestunde konnten die Kinder auch viel erfahren über die Produktion von Büchern und das Zusammenspiel von Autor, Verlag und Buchhandel. Auch Fragen zu ihrem Werdegang beantwortete die Autorin. Leistenschneider hatte schon als Kind erste Schreibversuche unternommen und bereits mit 16 eine Geschichte an einen Verlag geschickt. Im Studium war es dann soweit, ein Kinderkrimi und ein Roman wurden veröffentlicht. Für die junge Autorin stand fest, dass sie unbedingt in einem Verlag arbeiten wollte und so machte sie ein Volontariat als Lektorin und Redakteurin. Das Schreiben hat sie aber nie aufgegeben. Mit der Veröffentlichung ihrer Nashorn-Trilogie nimmt heute das Schreiben einen großen Raum ein, während das Lektorat in den Hintergrund getreten ist.

 

Poetry Slam

slamDer Mittwochvormittag war einem Poetry-Slam-Workshop gewidmet, an dem besonders Schülerinnen und Schüler der Oberstufe teilgenommen haben. Angeleitet von der bekannten Poetry Slammerin Jacky Schauer wurden die Jugendlichen in die Geheimnisse des Poetry Slamens eingeführt. Von der Ideenfindung über das Verfassen eines Textes und dessen Überarbeitung bis hin zur selbstbewussten Performance des eigenen Textes. In der Mittagspause hieß es dann, raus auf die Bühne für die angehenden Slammer. In der Bibliothek konnten sich Mitschüler und Kollegen von den spannenden Ergebnissen des Workshops überzeugen. Für die Organisation zeichnen neben der Einhardschule der Jugendbeirat und das Jugendbüro Seligenstadt sowie das Jugendbildungswerk des Kreises Offenbach verantwortlich.

 

Einhardschülerin belegte beim Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ einen ersten Platz

Dass so viel Initiative in Sachen Literatur auch Früchte trägt, bewies die Einhardschülerin Anna Pionteck. Sie belegte beim Schreibwettbewerb „Ohne Punkt und Komma“ in der Altersklasse der 14- bis 15jährigen einen ersten Platz. Bei der Preisverleihung Anfang Dezember im Frankfurter Mousonturm konnte Anna ihren Preis entgegennehmen. Anna freut sich auch sehr darüber, dass ihr Text in einer Preisträger-Anthologie des Wettbewerbs veröffentlicht wird.

Der Schreibwettbewerb Ohne Punkt und Komma ist eine Kooperation des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. und der Hessischen Leseförderung. Der Wettbewerb gibt allen hessischen Schülerinnen und Schülern zwischen zwölf und fünfzehn Jahren die Möglichkeit, sich literarisch mit den Themen auseinanderzusetzen, die sie am meisten berühren.

Das FranceMobil besucht die Einhardschule

France Mobil Web2

Seligenstadt, 12.12.2018. Einen Vormittag lang war Jennifer Gava als Lektorin vom FranceMobil an der Einhardschule. Gleich vier Lerngruppen der Jahrgangsstufe acht kamen in den Genuss von Französischstunden, die vor allen Dingen auf spielerisches Lernen setzten. So brachte Gava, die als Muttersprachlerin für die Schülerinnen und Schüler nicht immer ganz leicht zu verstehen war, in einer ersten Kennenlernrunde die Jugendlichen dazu, von sich und ihren Vorlieben zu berichten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zeigten sich die Jugendlichen wirklich begeistert von dem Programm und auch die sonst eher zurückhaltenden Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache.

Das FranceMobil lässt sich als fahrendes Kulturinstitut verstehen. Zwölf Lektoren sind in Deutschland unterwegs, um die deutschen Schüler für die französische Sprache und Kultur zu interessieren und ihnen ein zeitgemäßes Frankreichbild zu vermitteln. Die Lektoren geben auch Tipps zu Austauschprogrammen.

Das Programm FranceMobil ist eine Initiative des Instituts Français Deutschland und der Robert Bosch Stiftung. Seit siebzehn Jahren fahren die FranceMobil-Referenten mit ihren Renault Kangoos durch Deutschland und haben bereits über 13. 000 Schulen besucht und dabei über eine Million Schüler erreicht. Dank der großzügigen Unterstützung der Renault Deutschland AG und des Deutsch-Französischen Jugendwerks ist ein Besuch für die Schulen kostenlos.

Einhardschüler erwerben das Französisch-Zertifikat DELF

Delf Ausschnitt

50 Punkte von 100 müssen erreicht werden, um das DELF Zertifikat zu erlangen: Die sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer der DELF-AG (Diplômes d’études de langue francaise) an der Einhardschule Seligenstadt haben alle mehr als 85 Punkte geschafft. Darüber freut sich die Leiterin der DELF-AG Susanne Hölß sehr. „Das Besondere an diesem Kurs ist, dass ein Verständnis der Sprache gefördert wird“, so Frau Hölß, „und dies auch in Situationen, in denen es nur schwer möglich ist, das Vokabular vollständig zu erfassen. Die kommunikativen Fähigkeiten werden auf- und Hemmungen vor Unbekanntem abgebaut.“ Dass sie tatsächlich über einen flexiblen Sprachumgang und weit mehr als elementare Sprachkenntnisse verfügen, konnten die Schüler bei der Übergabe der Zertifikate bestätigen. „Die Arbeitsgemeinschaft in Französisch und die anschließende Sprachprüfung haben mir wirklich etwas gebracht“, erklärt Hugo Steinfelder. „Ein europaweit anerkanntes Sprachenzertifikat für die Zukunft zu haben, das war für uns alle eine große Motivation!“. Und eine Teilnehmerin trägt sich bereits mit dem Gedanken, vielleicht einmal ein Semester an einer Universität in Frankreich zu studieren.

Die DELF-AG wird seit sechs Jahren regelmäßig mit einer Wochenstunde an der Einhardschule angeboten. Mit dem international anerkannten Sprachzertifikat des französischen Kultusministeriums können die Lernenden den Fortschritt ihrer Sprachkenntnisse – gemessen an vier Leistungsniveaus A1, A2, B1 und B2 - nachweisen. Dies kann weltweit in vielen Situationen hilfreich sein, in denen Französischkenntnisse verlangt werden: im Studium, bei der Praktikumssuche oder im Beruf. Die Prüfung selbst ist in einen mündlichen und einen schriftlichen Teil gesplittet. Zur mündlichen Prüfung ging es nach Frankfurt an die Ziehenschule , der schriftliche Teil konnte in der Schule selbst angeboten werden.

usa austausch webReise nach Brookfield

Seligenstadt, 23.10.2018. Direkt vor den Herbstferien konnten zwanzig Schülerinnen und Schüler der Einhardschule bei ihrem Besuch in der Seligenstädter Partnerstadt Brookfield tief eintauchen in die amerikanische Lebenskultur. Zwei Wochen verbrachten die Schüler bei ihren Gastfamilien, die sie gleich in das Familienleben integrierten. Beim High-School-Besuch konnten die Schüler einen Einblick in das amerikanische Schulsystem gewinnen und dabei feststellen, dass sie dem Unterricht trotz der hohen Sprechgeschwindigkeit gut folgen konnten. Auch den Bürgermeister von Brookfield, Steve Ponto, lernten die Schüler bei einem Empfang im Rathaus kennen. In seiner Ansprache ging er besonders auf die „deutsche“ Geschichte dieser Region ein. In die Zeit des Aufenthalts fiel auch das 10-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Seligenstadt und Brookfield, an der einige Familien gerne teilnahmen.

Natürlich standen auch die großen Städte in der Umgebung Brookfields auf dem Programm. Mit dem gelben Schulbus ging es nach Chinatown und zum Hancock Tower in Chicago oder ins Harley-Davidson Museum nach Milwaukee am Lake Michigan. Hier waren die Schüler besonders beeindruckt von der schieren Größe des Sees. Den amerikanischen Ureinwohnern konnten die Schüler im Reservat der Oneida Nation begegnen.

Interessant war es für die Schüler natürlich auch, am Alltagsleben teilzuhaben. Einige Mädchen durften sich sogar als Cheerleader bei den dort so wichtigen Football-Spielen versuchen. Erstaunt waren die Jugendlichen auch darüber, dass sich selbst Sechzehnjährige nur mit dem Auto fortbewegen, bevorzugt zu einem der mehr als zahlreichen Fastfood-Restaurants. Widerstehen konnten die Schüler auch nicht der amerikanischen Shopping-Kultur. Die deutschen Schüler haben sich bei ihren Gastfamilien mehr als wohlgefühlt, sodass der Abschied tränenreich verlief und beide Seite auf ein baldiges Wiedersehen hoffen.

juan guse2 webDer Schriftsteller Juan S. Guse an der Einhardschule

Seligenstadt 10.8.2018. Schreiben lernen mit einem echten Romanautor das ist schon etwas Besonderes. Und wenn der Autor auch noch ein ehemaliger Einhardschüler ist, dann wird so ein Schreibworkshop erst richtig interessant. Vier Stunden lang betreute der Schriftsteller Juan S. Guse einen Workshop für Schülerinnen und Schüler der Schreibwerkstatt der Schule. Gestartet wurde mit ersten lockeren Schreibübungen. Dann gab es Tipps vom Profi. So lernten die Teilnehmer, wie man eine Erzählung von Anfang bis Schluss schlüssig gestalten kann, wie man Spannung erzeugt und Charaktere überzeugend darstellt. Dabei sei es wichtig, so Guse, kritisch mit den eigenen Texten umzugehen und das Geschriebene immer wieder zu überarbeiten. Der kleine Rahmen, in dem der Workshop stattfand, bot den Schülern jederzeit die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auch die Präsentation der eigenen Schreibversuche kam nicht zu kurz.

Im Anschluss fand Guse auch noch die Zeit, für die gesamte Q3 aus seinem neuen Roman „Miami Punk“ zu lesen. Der Roman wird im Februar 2019 erscheinen und ist zum Teil während seines Aufenthalts als Stipendiat der Villa Aurora entstanden, dem Haus, das der Schriftsteller Lion Feuchtwanger in seinem amerikanischen Exil in der Nähe von Los Angeles bewohnte. Daneben erläuterte Juan Guse seinen Zuhörern, wie er die Ideen für seine Geschichten findet und wie ein Cover entsteht.

 

 

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