Sprachlicher und musischer Bereich

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu den Aktivitäten und Angeboten des sprachlich-musischen Bereichs. Dazu gehören die Konzerte unsere Musiker oder die Theateraufführungen des Darstellenden Spiels, aber auch regelmäßige Autorenlesungen für alle Jahrgangsstufen.


Theaterfest an der Einhardschule

Beide Abende begannen um 19 Uhr mit „Nathis Trauma“. Der Kurs von Angela Schönfelder hat sich mit E.T.A. Hoffmanns Schulklassiker „Der Sandmann“ auseinandergesetzt und diesen gehörig aktualisiert. Aus Hoffmanns Nathanel, wurde Nathi, der Angst hat. Aufgrund traumatischer Erlebnisse in der Kindheit glaubt er oder sie, das bleibt im Stück offen, in den verschiedensten Situationen vom „Sandmann“ verfolgt zu werden, selbst, als er oder sie diese zauberhafte Person, bei der es sich eventuell um Hofmanns Olympia handelt, über Instagram kennenlernt. Aber muss deswegen alles so enden wie in der abiturrelevanten Lektüre der Oberstufe? Die Theatergruppe stellt in ihrem Stück auch die Frage, ob wir nicht alle einen „Sandmann“ in uns tragen, der uns in unserem Alltag immer mal wieder begegnet oder uns sogar verfolgt? 

Jeweils um 20 Uhr ist „Märchen-reloaded“ zu sehen. Der Kurs unter der Leitung von Sonja Muschkoski hat sich mit den Märchen aus den Kindertagen befasst. Also mit Klassikern wie Rotkäppchen und dem bösen Wolf, Frau Holle mit Glücksmarie und Pechmarie oder dem Froschkönig. Der Kurs hat aber die  Aussagen der Märchen nicht ganz so ernst genommen und versucht sie als Steinbruch für eine zeitgenössische Auseinandersetzung zu nutzen, eben Märchen reloaded.


Deutschunterricht mal anders

Liedermacher Sven Garrecht zu Besuch an der Einhardschule

garrecht 2

Eine ganz besondere Deutschstunde durfte die Klasse 10e der Einhardschule erleben. Der Seligenstädter Liedermacher und Comedian Sven Garrecht besuchte die Klasse, um Deutschlehrerin Christina Kunz bei der Unterrichtseinheit Satire zu unterstützen. Da sein „Heldenlied“ sich speziell an Schüler richtet, die sich für den Klimaschutz und in der Fridays-for-Future-Bewegung einsetzen, fragte Kunz an, ob sie dieses im Unterricht verwenden dürfe. Dem folgte eine Einladung, es doch gleich selbst vorzutragen, die der Künstler freudig annahm. „Das ist einfacher, als in der Schule ein You-Tube-Video zu zeigen“, meinte die Lehrerin augenzwinkernd.

Die Schüler lernten so nicht nur das Lied nebst Autor kennen, sondern zugleich die Entstehungsgeschichte. Auch wenn einige meinten, ihre Generation käme dabei zu gut weg, war die Zustimmung groß. Mit seiner offenen und schwungvollen Art zog Garrecht die Schüler sofort in seinen Bann, der Spaß war ihm deutlich anzumerken. Begeistert forderten seine Zuhörer weitere Zugaben und erfuhren noch ganz nebenher, wie lange es dauert, bis ein Song entsteht, warum es sich lohnen könnte, Verkehrsregeln zu brechen und was Beethoven sich gedacht haben könnte, als er sein „Für Elise“ komponierte. Auch ernste Themen wie der Umgang der katholischen Kirche mit Homosexuellen wurden kritisch beleuchtet. Dass sich freitags in der sechsten Stunde kein Schüler für das sonst so erlösende Klingeln interessierte, spricht für sich.


Endlich wieder Musik an der Einhardschule

Seligenstadt, 5.7.2022. Endlich wieder Musik an der Einhardschule. Nach einer pandemiebedingten Pause fand am vergangenen Dienstag nach zwei Jahren ein großes Sommerkonzert im Forum statt, das die zahlreichen Besucher kaum fassen konnte. Immerhin waren an diesem Abend auch fast alle Musikgruppen der Schule vertreten. Eröffnet wurde das Konzert vom Gitarrenensemble unter der Leitung von Michael Nießner. Die Chöre der Klassen fünf, sechs und sieben unter der Leitung von Joachim Schäfer und Roman Zöller präsentierten vor allen Dingen Popstücke wie  Bonnie Tylers „Total Eclipse of the Heart“ oder Andreas Buranis „Ein Hoch auf uns“, bei dem das Publikum begeistert mitklatschte.  Der Chor der Jahrgangsstufe acht bis Q4 begeisterte mit Stücken aus „The Greatest Showman“. Traditionell wurden vor dem Auftritt des Chores die Abiturienten geehrt, die sich um die Musik verdient gemacht haben, und nun die Schule verlassen.

Chor 8 Q

Das Instrumentalensemble und das Orchester, beide unter der Leitung von Bernhard Lingner, konnten das Publikum mit einem Potpourri aus bekannten Filmmusiken begeistern. Das Flötenensemble von Susanne Dodel, die leider erkrankt war, wurde von Benedikt Berker dirigiert und sorgte mit dem Ungarischen Tanz von Brahms für Stimmung. Verstärkt wurden das Ensemble und das Orchester von Kollegen und ehemaligen Schülerinnen, die der Schule nach wie vor freundschaftlich verbunden sind.

Orchester

Nach dem zweistündigen Konzert im Forum gab es noch einen Open-Air-Gig der Schulbands D’Einhard und D’Einhard Piccolo unter der Leitung von Michael Nießner. Bei herrlichem Sommerwetter konnte das Publikum echte Rockklassiker vor dem bunt dekorierten fliegenden Künstlerzimmer genießen. Roman Zöller, Fachsprecher Musik, zeigte sich erleichtert, dass das Konzert trotz der durch die Pandemie verursachten widrigen Probenbedingungen ein voller Erfolg war.

Band

Schreibworkshops an der Einhardschule

Dalibor großSeligenstadt, 2.7.2022. Für Schülerinnen und Schüler, die gerne schreiben, hat es im Mai und Juni ein besonderes Highlight an der Einhardschule gegeben: In zwei Workshops konnten sie ihre Fähigkeiten weiter ausbauen und kreative Texte gestalten.

Der erste Workshop fand statt am 23. Mai unter der Leitung von Christina Kunz, Autorin und Deutschlehrerin an der Einhardschule. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Kollegin Stephanie Nebenführ und der Abiturientin Livia Trageser. Nach einem Schreibimpuls setzten sich die 13 Schülerinnen und zwei Schüler mit der Frage auseinander, was einen Text interessant macht. Dazu analysierten sie Gedichte verschiedener Autoren und Autorinnen. Anschließend durften sie selbst tätig werden: Angeregt von Bildmotiven verfassten sie eigene Texte, die bereits sehr professionell waren und die drei Kursleiterinnen begeisterten. Tipps zum Vortragen rundeten den Workshop ab.

Der zweite Workshop am 27. Juni unter Leitung des Poetry-Slammers Dalibor Marković stand unter dem Motto „Lautschriften. Anschreiben gegen Ausgrenzung“. Mitorganisator waren das Jugendbildungswerk Offenbach unter persönlicher Unterstützung von Sabine Ehret sowie das Junge Literaturforum Frankfurt im Rahmen des Festivals „Lautschriften – Politik im Freien Theater“.

Im zweiten Workshop konnten sich die Schüler und Schülerinnen wieder in kurzen Schreibübungen ausprobieren, was nicht selten zu großem Gelächter in der Gruppe führte. So wurden Haikus geschrieben „Schlafen ist wichtig/ sonst können wir nix machen/ deshalb ab ins Bett“ und Fantasieworte ersonnen wie „Gretelsyndrom, das: die krankhafte Sucht nach Brot“.

Ernster und überraschend aktuell ging es zu, als die Gruppe an eigenen längeren Texten arbeitete. Von der restriktiver werdenden Politik der USA über Reflexionen über die Vergänglichkeit und vieles andere erstreckten sich die Texte der jungen Autoren und Autorinnen.

Zum Ende des Workshops stellte sich Dalibor Marković den vielen Fragen der Jugendlichen. Wie lange dauert es, bis ein Buch erscheint? Was ist eigentlich ein Lektorat? Und was ein Poetry Slam?

So erfuhren die Schüler und Schülerinnen auch, dass Dalibor Marković nicht nur Autor, sondern auch Frankfurts bester Bolognese-Koch ist.

Anthologie und Lesung im Oktober

Die Schüler und Schülerinnen werden die Texte Anfang Oktober im Rahmen einer Veranstaltung „Lautschriften. Anschreiben gegen Ausgrenzung“ in Seligenstadt vorstellen, bei denen auch Dalibor Marković wieder mit von der Partie sein wird. Nähere Informationen folgen.


Projekt Weimar-Buchenwald

Weimar - die Stadt der Gegensätze

Titel 2Weimar hat zwei verschiedene Gesichter, wie wir in den letzten Tagen erfahren konnten und in unseren Collagen festgehalten haben. Es ist gleichzeitig ein Ort der großen deutschen Dichter und Denker, wie Goethe und Schiller und doch auch ein Ort der dunkelsten deutschen Geschichte - dem Konzentrationslager Buchenwald.

Während der Epoche der Weimarer Klassik (1796-1805) entstand dort der berühmte Musenhof, der die kleine Stadt Weimar zur weltbekannten Kulturmetropole machte, in die es viele große Künstler und Intellektuelle der damaligen Zeit zog. Der Begriff Humanismus prägte diese Epoche sehr, denn besonders Goethe und Schiller vertraten das humanistische Menschenbild: Der Mensch müsse erst eine gebildete Persönlichkeit, geprägt von Vernunft und Selbstkontrolle ausbilden, um das Privileg der Freiheit zu verdienen und damit umgehen zu können. Dieses Menschenbild instrumentalisieren Folgegenerationen, in dem sie diese großen Persönlichkeiten zu ,,Genossen der eigenen Ideologien" erklärten.

Ein besonders schweres Erbe hat Weimar vor allem durch die NS-Zeit zu tragen, denn nur acht Kilometer von Weimar entfernt führt die sogenannte Blutstraße zum Konzentrationslager Buchenwald. 1937 -1945 waren mehr als 260.000 Menschen aus ganz Europa in Buchenwald Häftlinge, etwa 60.000 von ihnen kamen dort ums Leben - wurden dort von den Nazis ermordet.

Die Bürger Weimars behaupten 1945 nach Kriegsende, sie hätten nichts von den Menschheitsverbrechen in Buchenwald gewusst, aber das kann nicht sein. Die 260.000 Menschen wurden durch Weimar hoch auf den Ettersberg getrieben, wo die meisten durch härteste Zwangsarbeit und Mangelernährung einfach aus Schwäche starben.

Weimar steht also für die große und glänzende Zeit der Weimarer Klassik und gleichzeitig doch auch für die Menschheitsverbrechen der Nazis.

Wir lasen zuletzt einen Brief der Überlebenden aus Buchenwald an die Weimarer Bevölkerung, der mich sehr berührt hat, denn eine der letzten Zeilen lautet: „Wir haben überlebt. Wir haben mitgeholfen, an diese Verbrechen zu erinnern. Aber wer wird daran erinnern und dafür kämpfen, dass so etwas nie wieder geschieht, wenn wir nicht mehr sind?" Deshalb waren diese zwei Tage auch so wichtig, denn wer wird ein „Comeback“ dieser Verbrechen verhindern, wenn nicht wir?

Text: Nina Zöller

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Das müsst ihr euch in Moodle anmelden und einfach nur auf diesen Link klicken.


Virtueller Schulaustausch gestartet!

france50 Jahre Schüleraustausch zwischen Seligenstadt und Triel sur Seine und jetzt soll der Austausch durch die Corona Pandemie einfach ausfallen? Da muss es doch eine Lösung geben, dachten sich die Initiatoren vom Europäischen Freundeskreis Seligenstadt (efs) und der Einhardschule und so wurde ein virtueller Austausch ins Leben gerufen. Gestaltet wird das Pilotprojekt von Christine Spitzenberg vom efs, Stefanie Zinser von der Einhardschule und Gaelle Scoriels vom Collège Les Chatelaines.

Mit den 64 Schülerinnen und Schülern von der Einhardschule Seligenstadt und dem Collège Les Chatelaines de Triel, die sich für das Projekt angemeldet haben, wurden wie immer Austauschpaare gebildet.  Die Schüler erhalten nun einmal im Monat eine Aufgabe, die mal alleine, mal in der Gruppe und mal gemeinsam mit dem Austauschpartner gelöst werden muss. Das Ganze funktioniert über die Online-Plattform des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Es wird natürlich keine Noten geben, sondern die Schüler erhalten für die Lösung der Aufgaben Aktivitäts- oder Kreativitäts-Punkte. Wer am Ende gemeinsam mit seinem Austauschpartner die meisten Punkte gesammelt hat, wird natürlich angemessen belohnt.

Ziel des virtuellen Austauschs ist es, einen regelmäßigen Kontakt zwischen den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihnen die Gelegenheit zu geben, ihre sprachlichen Fähigkeiten weiter zu entwickeln, mehr über das Nachbarland und die Partnerstadt zu erfahren und natürlich auch die beiden beteiligten Schulen näher kennenzulernen. Spaß soll das Ganze natürlich auch machen.

Bild: stux,pixabay


Corona als Thema im Unterricht

Auch im Unterricht ist Corona immer wieder ein Thema. So hat sich die Schülerin Mira Disser aus der Klasse 9a in ihrer Erörterung mit dem Thema Maskenpflicht befasst.

Erörterung: Sind Masken im Unterricht nützlich?

MaskeAufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen fordert die CDU-Vorsitzende, Frau Annegret Kramp-Karrenbauer, eine massive Ausweitung der Maskenpflicht. Macht dies auch innerhalb des Klassenraums der Schule Sinn oder ist dies nur politischer Aktionismus?

Viele Schüler fühlen sich durch das Tragen von Masken sicherer und können dadurch entspannter in den Unterricht gehen. COVID 19 wird hauptsächlich über Tröpfcheninfektionen und Aerosole übertragen. Die Masken bilden für diese ein großes Hindernis. Ein Beleg dafür ist die Tatsache, dass seitdem eine Maskenpflicht besteht, die Infektionszahlen enorm zurückgegangen sind. Außerdem ist es häufig nicht möglich, den Mindestabstand einzuhalten, da seit den Ferien wieder alle Schüler einer Klasse gleichzeitig unterrichtet werden und dadurch zu wenig Platz zur Einhaltung des erforderlichen Mindestabstandes besteht. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, die Masken auch im Unterricht zu tragen. Denn als sicher gilt, dass der größte Teil von Corona-Infektionen durch Tröpfchen übertragen wird, wenn ein Infizierter anderen Menschen zu nahe kommt. Am wichtigsten scheint mir jedoch, dass durch die Masken die Ausbreitung von COVID 19 verlangsamt wird. Allein in Hessen gibt es über 600.000 Schüler, die ein möglicher Infektionsherd für das Virus sein können. Verbreitet sich das Virus zu schnell, kann dies zu einem massiven Problem in unserem Gesundheitssystem  führen. Solche Bilder, wie die aus Italien, die uns am Anfang der Pandemie erreicht haben, wollen wir alle in Deutschland nicht sehen.

Mein Fazit steht fest: Ich unterstütze den Vorstoß von Frau Kramp-Karrenbauer, denn eine einfache Mund-Nasenmaske schützt vor der Tröpfcheninfektion, kann jedoch auch einen Teil der Aerosole zurückhalten und somit die Verbreitung des Virus sehr einschränken. Auf diesem Wege wäre eine baldige Rückkehr zur völligen Normalität hoffentlich zeitnah möglich.  

Bildquelle: Pixabay       



Das FranceMobil besucht die Einhardschule

france2Seligenstadt, 3.32020. Einen Vormittag lang war Myriam Araste  als Lektorin vom FranceMobil an der Einhardschule; das FranceMobil lässt sich als fahrendes Kulturinstitut verstehen. Gleich vier Lerngruppen der Jahrgangsstufe acht kamen in den Genuss von Französischstunden, die vor allen Dingen auf spielerisches Lernen setzten. So präsentierte  die sympathische Muttersprachlerin aus La Réunion für die Schülerinnen und Schüler eine “coole” Mischung zwischen Hörverstehen und Landeskunde, was sie geschickt mit aktuellen französischen Chansons verknüpfte. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten zeigten sich die Jugendlichen wirklich begeistert von dem Programm und auch die sonst eher zurückhaltenden Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache.

Seit 2002 sind für das FranceMobil jedes Jahr  zwölf Lektoren und Lektorinnen in ganz Deutschland unterwegs, um die deutschen Schüler für die französische Sprache und Kultur zu interessieren und ihnen ein zeitgemäßes Frankreichbild spielerisch zu vermitteln. Die Lektoren geben auch Tipps zu Austauschprogrammen und haben inzwischen mehr als eine Million Schüler erreicht .

FranceMobil  wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) in enger Zusammenarbeit mit der Französischen Botschaft/Institut français Deutschland angeboten und von der Robert Bosch Stiftung, Fleetpool GmbH, dem Deutsch-Französischen Institut Erlangen sowie dem Ernst Klett Verlag unterstützt. Zudem beteiligt sich das Land Hessen finanziell an FranceMobil. Dank dieser Unterstützung ist der Besuch für die Schulen kostenlos.


Schüleraustausch mit Piedimonte Matese

Italienaustausch

Im April hatten bereits 15 Schülerinnen und Schüler der Einhardschule Italien besucht. Der Schulbesuch im Liceo Galileo Galilei war recht abwechslungsreich gestaltet. Die Gruppe konnte chemische Experimente durchführen, an einem Sporttag teilnehmen und sich in einem Kunstprojekt verwirklichen. In der Ponticorvo Molkerei im Nachbarort Alvignano lernten die Schüler alles über die Herstellung von Büffelmozzarella, der sich auch in Deutschland großer Beliebtheit erfreut. Außerdem bot sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit die kulturreiche Region rund um Piedimonte zu erkunden. So ging es in die aufregende Großstadt Neapel sowie zu den Ausgrabungen im weltberühmten Pompeji. Ebenfalls auf dem Programm standen das nicht ganz so bekannte Sorrento an der italienischen Amalfi-Küste und die Provinzhauptstadt Caserta. Auch in Piedimonte durfte natürlich der Besuch beim Bürgermeister nicht fehlen.


Theaterfest 2019

Theater Web 2Seligenstadt, 13.6.2019.  Das zweitägige Theaterfest an der Einhardschule war ein voller Erfolg. An beiden Abenden spielten die einzelnen Gruppen im vollbesetzten Forum. Nach teils nervenaufreibenden Proben konnten die Jugendlichen ihr Publikum mit ihren selbst entwickelten Stücken überzeugen. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass man nicht-wie in den vergangenen Jahren – auf der Bühne des Forums gespielt hat, sondern mitten im Forum, so dass das Publikum fast schon Bestandteil der einzelnen Inszenierungen war. An beiden Abenden eröffnete der Wahlpflichtkurs der Jahrgangsstufe 10 mit seiner humorvollen „Deutschlandreise“ den Abend. In dem unter der Leitung von Sonja Muschkowski entstanden Schauspiel machen sich fünf junge Frauen aus allen Teilen der Welt auf nach Deutschland, um zu erfahren, was hinter den Deutschlandklischees von Oktoberfest, Dirndl und Gartenzwergen wirklich steckt. Für die Zuschauer eröffnete das Stück neue Perspektive auf das eigene Land.

Im darauffolgenden gesellschaftskritischen Stück des Oberstufenkurs von Ina Pohl treffen vergnügungssüchtige, ganz dem Konsum hingegebene Touristen und Umweltschützer auf dem „Traumschiff Titanic“ aufeinander. Bei so einer Konstellation ist der Konfliktstoff bereits vorprogrammiert. Die einen wollen sich ohne Rücksicht auf Verluste amüsieren, die anderen die Welt retten, bis schließlich das Schiff an einem Plastikberg zerschellt.

Der Oberstufenkurs von Judith Weiß befasste sich ab 21 Uhr kritisch mit dem Schulklassiker „Woyzeck“ von Georg Büchner und fragte „Woyzeck: Ein Lehr- oder Leerstück?“. Bei der Erarbeitung des Stückes stand für die Gruppe zunächst die Frage im Raum, was dieses auf den ersten Blick doch recht angestaubte Drama über das Leben eines einfachen Soldaten aus dem 19. Jahrhundert eigentlich im Lektüre-Kanon der Oberstufe zu suchen hat.  Schließlich ließen sich doch Bezüge zur Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler erkennen. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit Büchners Werk ist ein ungeheuer fesselndes modernes Stück über Macht und Ohnmacht in unserer Zeit entstanden.

hr-Bigband spielt für die Einhardschule

BigBand ESSSeligenstadt, 5.6.2019. Die hr-Bigband gilt als einer der besten Ensembles ihrer Art national wie international. Da ist es schon etwas ganz Besonderes, wenn die Big Band der Einhardschule im Vorprogramm spielen darf und dabei auch gleich noch spontane Unterstützung von zwei Profis der hr-Bigband in Person von Manfred Honetschläger (Posaune) und Francesco Hitzel (Trompete) bekommt.

Bei dem Konzert im Seligenstädter Riesen ging es vor allem darum, Interesse und Begeisterung für live gespielte Jazz-Musik in all ihrer Vielseitigkeit zu wecken. Das junge Publikum, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Einhardschule, zeigte sich auch tatsächlich begeistert und honorierte die einzelnen Darbietungen mit langanhaltemden und enthusiastischem Applaus.

Bigband SolistModeriert wurde das Konzert von Remig Halama, Kevin Kröger und Jonas Neubauer. Die drei Schüler waren zuvor in Workshops beim hr von Profis auf ihre Aufgabe vorbereitet worden. Die Moderaten mussten aber nicht nur die einzelnen Stücke vorstellen, sondern gaben gemeinsam mit den Profis der Bigband eine Einführung in das Thema Improvisation, das in der Jazzmusik die entscheidende Rolle spielt. So lernten die Zuhörer, dass die die genaue Kenntnis von Skalen und Tonleitern die Grundlage einer jeden gelungenen Improvisation ist. Steffen Weber, Tenor-Saxofonist der hr-Bigband – demonstrierte dies live auf der Bühne mit einer spontanen Blues-Improvisation. Spannend war es dann zu hören, was die einzelnen Solisten zu ihren Improvisationen inspiriert: Da spielt natürlich das anwesende Publikum eine entscheidende Rolle, aber auch der Raum, das Licht und ganz wichtig, der Pausensnack, der den Musikern zur Stärkung gereicht wird.

Das einmalige Konzert hätte nicht stattfinden können ohne Unterstützung des Fördervereins der Schule und von Monika Gündling-D’Alessio, Cafeteria der ESS und der Stadtverwaltung Seligenstadt.


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