Brigitte Kössl 2 Brigitte Kössl ist die Präventionslehrerin an der Einhardschule. Sie fungiert als Ansprechpartnerin in schwierigen Situationen, z.B. bei Suchtproblemen und Essstörungen.

 

Informationsabend zur Bedeutung des Alkoholkonsums in der Pubertät

Seligenstadt, 22.5.2017. Am vergangenen Mittwoch fand für interessierte Eltern an der Einhardschule eine Informationsveranstaltung zum Thema Alkoholkonsum bei Jugendlichen statt. Im Fokus des Abends standen zentrale Fragen zum Umgang mit Alkohol: Wie kann mein Kind einen vernünftigen Umgang damit lernen? Was kann ich eigentlich erlauben? Welche Vorbildhaltung muss ich einnehmen? Rede und Antwort zu diesen Fragen stand Angelika Hafemann von der Fachstelle für Suchtprävention am Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis.

Der Fokus des Vortrags lag auf Jugendliche in der Pubertät. Denn besonders in der Pubertät stehen die Jugendlichen zwischen der Welt der Kinder und der Welt der Erwachsenen. In der Auseinandersetzung mit sich selbst, der Beziehung zu Anderen und der Umwelt entstehen immer wieder neue Verhaltensunsicherheiten. In dieser Zeit sind Wünsche nach Abenteuer, Ausbruch aus der Alltagsrealität und Anerkennung in der gleichaltrigen Gruppe zur Identitätsfindung von großer Bedeutung. Alkohol kommt in dieser Entwicklungszeit wie gerufen.

Klare Grenzen aufzeigen

Hafemann erklärte den interessierten Eltern, dass es in der Pubertät einerseits wichtig sei, klare Grenzen aufzuzeigen, aber andererseits auch Freiräume zuzulassen, die für die Entwicklung unbedingt nötig sind. Die Eltern sollten ihren Kindern einerseits Vertrauen schenken, andererseits Spielregeln verabreden und auf deren Einhaltung pochen. Im Sinne einer Prävention sei besonders eine Politik der offenen Tür wichtig mit dem deutlichen Signal: „Egal was war, du kannst immer zu uns kommen.“ Es sei darüber hinaus wichtig, die Entwicklung der Jugendlichen im Blick zu haben, allerdings ohne ständig zu kontrollieren.

Trotz des ersten warmen Sommerabends war die Veranstaltung mit etwa 50 Teilnehmern gut besucht. Die anwesenden Eltern fühlten sich von Angelika Hafemann gut informiert. Und sei es nur, dass man sich darin bestätigt fühlte, bisher Vieles richtig gemacht zu haben.

In der Regel experimentieren Jugendliche aus Neugierde mit Alkohol und trinken mit ihren Freunden auf Partys, in der Disco oder nur mal so gemeinsam außerhalb der elterlichen Kontrolle. Zwei Drittel der 12- bis 15-Jährigen haben schon einmal Alkohol getrunken. Bei 16-Jährigen sind es über 90%, die schon einmal Alkohol getrunken haben. Die durchschnittlich konsumierte Menge Alkohol bleibt aber bis zum 16ten Lebensjahr eher gering.

 

Workshop zum Thema Medienkompetenz

Der Schülerworkshop „Medienkompetenz – jetzt!" richtete sich speziell an Achtklässler, die sich zwar in den sozialen Netzwerken gut auskennen, aber über die rechtlichen Aspekte letztlich doch wenig wissen. Hier konnte ihnen Ralf Willius, Mitarbeiter von smiley e.V. – Verein zur Förderung der Medienkompetenz mit Sitz in Hannover weiterhelfen. Die Gymnasiallehrerinnen Brigitte Kössl und Andrea Neise hatten Willius engagiert, nachdem die SV Bedarf angemeldet hatte. Die Jugendlichen sollten in dem Workshop ihre Medienkompetenz reflektieren und erweitern.

Der Medienpädagoge gab den Schülern zum Beispiel Tipps für Passwörter, mit denen sie ihr Handy wirklich sichern können, und erklärte auch, dass Bilder, die man in den Online-Dienst Instagram stellt bis auf weiteres gespeichert sind, und man mit Beschwerden dagegen nicht weit kommt. Der Experte verwies auch darauf, dass man nicht ungefragt Fotos von anderen ins Netz stellt. Man müsse deren Recht am eigenen Bild beachten, es sei denn, sie wären Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Der Medienpädagoge machte deutlich, dass die „Privatsphäre" in Deutschland gesetzlich geschützt ist. Heimlich den Unterricht zu filmen, sei ein Straftatbestand, bei dem auch 14-Jährige im Falle einer Anzeige mit Sanktionen rechnen müssen.

Die Schüler diskutierten mit Willius auch über die Vor- und Nachteile der sozialen Netzwerke. Es wurde deutlich, dass eine mal schnell gepostete Nachricht schnell zu Missverständnissen und Streitereien führen kann; oder dass der WhatsApp Austausch durchaus bei den Hausaufgaben helfen kann, es aber auch nerven kann, wenn ständig Nachrichten auf dem Handy aufpoppen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Fachstelle für Suchtprävention Kreis Offenbach statt; finanziert wurde sie von Schulförderverein, Lions-Club und der Techniker Krankenkasse.

 

 

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