Einhardschüler diskutieren mit Politikern

Podium2 webAm Freitag vor der Bundestagswahl haben die Schüler der Q1-Phase fünf Politikern bei einer Podiumsdiskussion auf den Zahn gefühlt. Zu Gast waren vier Direktkandidaten für den Bundestag Patricia Lips (CDU), Dr. Jens Zimmerman (SPD), Frank Diefenbach (Grüne) und Kristin Hügelschäfer (Linke). Für die FDP nahm Wolfgang Greilich, seit 2014 Vizepräsident des Hessischen Landtags, an der Diskussion teil.

Die Veranstaltung bildete den Abschluss des sogenannten Parteien-Projektes, in dem sich der gesamte Jahrgang während der Projektwoche mit der deutschen Parteienlandschaft befasst. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Fachschaft Politik und Wirtschaft und der Schülervertretung. Ein Team aus zehn Schülern hatte dann die Themen und Fragen erarbeitet, die die vier Moderatoren aus der Schülerschaft an die Kandidaten richteten. Zentrale Fragestellungen der Diskussion waren die Sozialpolitik, die Digitalisierung, innere Sicherheit, Integration und Lobbyismus. Natürlich wurde auch der Diesel-Skandal zur Sprache gebracht. Auffallend war, dass die Politiker so kurz vor der Wahl äußerst sachlich blieben. Die Schüler überprüften mittels Computer, inwieweit die Äußerungen der Kandidaten sich mit den Wahlprogrammen ihrer Parteien deckten.

Im Anschluss an die Diskussion zeigten sich die Politiker sichtlich angetan davon, wie gut die Moderatoren sich in die Themen eingearbeitet hatten. Unisono wünschten sie sich aber eine klarer geregelte Redezeit, so dass sich alle Teilnehmer im gleichen Maß zu einem Thema äußern können.

Hospizarbeit macht Schule

Religion Web

Dass Religionsunterricht nicht einfach nur ein „Unterrichtsfach“ ist, sondern konkrete Angebote für das Leben aufzeigen will, haben Schüler des Grundkurses evangelische Religion in der Qualfikationsphase der Einhardschule ganz praktisch umgesetzt: Angeregt durch ein Gedicht von Wilhelm Willms, das vor Augen führt, wie wichtig die kleinen Wunder im Alltag und wie notwendig vor allem menschliche Wärme und Nähe in jeder Situation sind, entwickelte sich der Wunsch, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die an die Grenzen dieser Erfahrungen gehen. Was lag also näher, als das Gespräch mit der Hospizgruppe in Seligenstadt zu suchen?

Monika Schulz, Koordinatorin der Hospizgruppe Seligenstadt und Umgebung, kam dieser Anfrage gerne nach und traf auf eine interessierte und aktive Schülergruppe, die etliche Fragen bewegte: Wie schafft man es, Sterbende zu begleiten und nicht permanent an den Tod zu denken? Gelingt es, auch schwerstkranken Menschen die letzten Wochen und Tage des Lebens weitgehend ruhig und angenehm zu gestalten? Wie arbeiten Sterbebegleiter und Pflegekräfte zusammen?

Monika Schulz beantwortete die Fragen nach einem einführenden, sehr persönlichen, Vortrag mit sensiblem Einfühlungsvermögen und konnte einige Ängste und Vorurteile abbauen helfen. Sie schilderte so unter anderem, dass es durchaus heitere Momente und erfüllende Begegnungen gibt, die die Hospizmitarbeiter erleben. „Ich bewundere solche Leute – ich kann mir nicht vorstellen, diese Aufgabe zu meistern!“, äußerten manche der Schülerinnen und Schüler über diese wichtige Profession. Fragen zum Umgang mit Trauer und Tod in unserer Gesellschaft kamen auf und alle waren sich einig, wie wertvoll diese Zuwendung für alle Beteiligten – Sterbender, Familie, Freunde, aber auch Hospizmitarbeiter ist. Die Ausgangsfrage, was man alles unter „Wunder“ in unserer Zeit versteht, konnte so auf anschauliche und persönliche Weise deutlich transparenter werden und lebensnahe Erfahrungen prägen oft das Verständnis besser als noch so interessante Texte.

Frau Schulz informierte ebenfalls kurz über Patientenverfügungen und Vollmachten, die den Umgang und das Handeln bei eintretenden Schicksalsschlägen zumindest theoretisch erleichtern können. Hilfe bei Tod und Trauerarbeit – etwa das Trauercafe und die „Geh“-Spräche der Hospizgruppe – wurden erörtert und mit der Sprechstunde für Betroffene , mittwochs von 18-19 Uhr in der Asklepios-Klinik`, an alle weiter gegeben.

Cicely Saunders, die Gründerin der Hospizbewegung, war bis zu dieser Unterrichsstunde sicherlich den meisten Schülern nicht bekannt – aber ihre Aussagen zum Thema, die auch Leitworte der Seligenstädter Hospizgruppe sind, fanden Aufnahme bei allen: „Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“

Der Kurs bedankt sich für die abwechslungsreiche Unterrichtszeit. Frau Schulz arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich und unterstützt hierbei in den unterschiedlichsten Jahrgangsstufen den Religionsunterricht von Birgit Imgram, die auch diesen Kurs leitet.

 

Gegen das Vergessen

Schüler der Einhardschule auf jüdischen Spuren in Seligenstadt

DSC00491Dass Theorie wichtig, in der Regel aber grau ist, wissen Lehrer und Schüler spätestens seit Goethes Faust. Was liegt also näher, Theorie mit Unterricht zum Anfassen zu verknüpfen? So erweiterte der Kurs evangelische Religion der Jahrgangstufe sieben unter der Leitung von Birgit Imgram die Einheit „Judentum und jüdisches Leben“ mit einem spannenden Vortrag der Stadtführerin Gisela Meutzner, die zunächst in der Schule einen Einblick in das Leben Seligenstädter Juden im Dritten Reich gab. So erfuhr man von der Deportation der jüdischen Familien, von denen im Stadtkern etliche Stolpersteine Zeugnis ablegen. Die Tatsache, dass jüdische Kinder nicht mehr das Gymnasium besuchen durften, erschien nur auf den ersten Blick erfreulich – wurden die Jungen doch zu Zwangsarbeiten in Kiesgruben herangezogen. Betroffen machte die Schüler, dass der jüdische Friedhof seinerzeit geschändet wurde und man von den Grabsteinen ein Fundament für eine Scheune baute- nachdem diese abgerissen wurde, entstand aus den entdeckten Grabmalen das Mahnmal, das jetzt mit einem Lebensbaum den Mittelpunkt des jüdischen Friedhofs bildet. Die Gestaltung wurde seinerzeit von Schülern einer Obertshausener Schule und einem Künstler getragen – die Seligenstädter Schulen hielten sich leider hier „sehr bedeckt“ - eine Tatsache, die die Siebtklässler nicht nachvollziehen konnten.

 

Damit die Erzählungen, die von Bildmaterialien und originalen Zeitungsausschnitten gestützt wurden, vor Ort lebendig werden konnten, startete der Kurs dann zwei Wochen später zu einem Rundgang durch Seligenstadt „auf jüdischen Spuren“- plastisch und spannend verstand es Meutzner, allen das bereits Gehörte deutlich vor Augen zu führen. Die Führung wurde von allen Teilnehmern aufmerksam verfolgt und durch einen Zufall noch bereichert. Gerade als man vor dem Haus Hamburger in der Steinheimer Straße stand und die Schicksale der Familien, die auf Lastwagen gepfercht aus ihrem Haus und damit Leben herausgerissen wurden, thematisiert wurden, kam eine Zeitzeugin des Weges, die den engagierten Vortrag von Frau Meutzner eindrücklich durch die Schilderung ihrer Erlebnisse bei der Deportation der ehemaligen Nachbarn unterstützen konnte. Eine beeindruckendere Schilderung hätte wohl keine noch so gute Unterrichtsstunde ersetzen können! Folgendes gab die Dame den Schülern mit auf den Weg. „Ich wünsche Euch, dass ihr so etwas niemals erleben müsst!“ Dem kann man sich in der heutigen Zeit nur kommentarlos anschließen.

 

Religion zum Anfassen – spannendes Projekt: „Jesus und seine Zeit“

 

Hier klicken!Wenn man Jesus kennen lernt, entwickeln sich viele Fragen zu ihm, aber auch zu seinem Leben und dem ganz „normalen Alltag“ zu seiner Zeit. Zwei Gruppen in den Jahrgangstufen fünf und sechs haben – mit leicht veränderten Themenstellungen – ein spannendes Projekt durchgeführt, das am Ende ausgesprochen kreative Ergebnisse brachte.

So wurden neben dem dörflichen Leben mit Häusern der Armen und Reichen, die verschiedenen Lebensgewohnheiten wie Essen, Schlafen , Lernen und Spiel zum Anfassen dargestellt: Da wurden Mazzen gebacken und verkostet, es gab eine Hochzeitstorte zur Vorstellung der Hochzeiten vor ca. 2000 Jahren, ein Sabbattisch wurde hergerichtet, eine kleine Tunika (für eine Puppe) nach den damaligen Vorlagen genäht. Das Leben der Nomaden und deren riesige Zelte erstaunte ebenso wie die Tatsache, dass sich alles genau an den Ablauf der Jahreszeiten halten musste, damit die Versorgung aller gewährleistet war.

Alle Gruppen waren engagiert und mit verblüffenden Ideen zu Werke gegangen- bereits die Plakate zeigten eine Fülle an Ideen, etwa wenn die Kontur einer Vorratsamphore als Plakat diente. Religiöse Feste der Juden und Gebräuche waren ebenso thematisiert wie Berufe zur damaligen Zeit, das Leben von der Geburt bis zum Tod und dessen Bewältigung. Natürlich fanden sich immer passende Texte aus dem Neuen Testament, die zu all diesen Gewohnheiten hilfreiche Hintergründe und Zusammenhänge angaben. Ein aus Lego gebautes Haus mit kompletter Inneneinrichtung stand neben dem großen, ebenfalls gebauten, riesigen Palast einer reichen Familie, gleich nebenan hatte man ein Nomadenzelt gebaut, wie es schon zu Abrahams Zeiten üblich war. Wie man webte und Wolle sowie Flachs für die Kleidung gewann war interessant – aber auch die Tatsache, dass es durchaus Leute gab, die sich wertvolle Kleider aus anderen Ländern leisten konnten, noch dazu reichlich mit Edelsteinen verziert.

Einig waren sich alle, dass die teilweise abgewandelten Mazze-Rezepte durchaus tauglich waren als Party-Knabberei – zumal man diese unterschiedlich würzen kann.

Eine Gruppe hatte am Ende des Vortrages ein Quiz ausgearbeitet und die Sieger in mühsamer Auswertung mit Preisen versehen – hier ging Luca Vollert nicht nur mit einem leckeren Gewinn als Gewinner hervor, er bekam sogar noch einen Pokal überreicht!

Spannend war für viele, dass es eben nicht nur Unterschiede zu heute gibt, sondern dass sich manches traditionell bewährt hat und durchaus Nachahmung finden kann.

Die Leiterin der Kurse in evangelischer Religion, Birgit Imgram, freute sich ebenso über die gelungene Projekteinheit, denn es ist ein wertvolles Ergebnis, wenn aus dem im Unterricht Erarbeiteten neue Ideen entwickelt werden und jeder für sich individuelle Schwerpunkte setzen kann.

(Klicken Sie auf das Bild, um weitere Ergebnisse aus dem Unterricht zu sehen!)

 

Der Leistungskurs Politik und Wirtschaft zu Besuch im Hessischen Landtag

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Seligenstadt, 2.2.2017. Am Studientag der Oberstufe öffneten sich die Türen des Hessischen Landtags für den Politik und Wirtschaft Leistungskurs in Begleitung seiner Lehrerin Julia Eckert. Obwohl die Exkursion nach Wiesbaden außerhalb der Plenarsitzungswochen lag, bot der Besucherdienst eine informative und zugleich humorvolle Führung durch das historische Stadtschloss der nassauischen Herzöge sowie eine Besichtigung des Plenarsaals von der Besuchergalerie aus.

Im Anschluss folgte eine kontrov

 

erse Debatte mit den Landtagsabgeordneten Angela Dorn (Bündnis 90/Grüne), René Rock (FDP), Willi van Ooyen (Linke) und Ulrike Alex (SPD), die den politikinteressierten Schülergruppe den Besuch erst ermöglicht hatte.

Schwerpunktthemen der einstündigen Diskussion waren die geplante Verfassungsänderung auf Landesebene, der bevorstehende Wahlkampf und bildungspolitische Fragen. Trotz der Kürze der Zeit bezogen die erfahrenen Mandatsträger klare Positionen zu den brisanten Fragen des Kurses. Zudem boten sie den Kursmitgliedern einen umfassenden Einblick in ihre Tätigkeit.  (Julia Uffeln)

 

Projektwoche - PoWi

„Politik muss Klartext reden"

Podium 

Seligenstadt- Gymnasiasten der Einhardschule Seligenstadt diskutierten mit Landtagsabgeordneten über Flüchtlinge, CETA und die Politikverdrossenheit der Jugend. Von Julia Uffeln

 

Seligenstadt, 6.10.2016. Politische Diskussionen haben mittlerweile Tradition an der Einhardschule.

Jährlich veranstaltet die Oberstufe des Gymnasiums eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Fraktionen im Hessischen Landtag, als Abschluss einer politischen Projektwoche für die Schüler der Q1- Phase. Am vergangenen Freitag stellten sich Ismail Tipi (CDU), Angela Dorn (Bündnis 90/Grüne), Ulrike Alex (SPD) und Willi van Ooyen (Linke) dem Moderationsteam, bestehend aus Johannes Höfling, Frederick Kubin und Julia Uffeln.

 

Flüchtlingspolitik

Im Fokus der eineinhalbstündigen Diskussion stand insbesondere der Umgang mit Flüchtlingen sowie deren Integration, bei der größtenteils parteiübergreifende Einigkeit herrschte. Zweifelsohne sei, laut Tipi, die Integration derzeitig „eine der größten Aufgaben, die wir zu meistern haben". Hessen habe richtige Rahmenbedingungen geschaffen, damit dies gelingen könne, ergänzte der integrationspolitische Sprecher der CDU in Hessen. Darüber hinaus verwies Willi van Ooyen auf eine nähere Betrachtung der Fluchtursachen und erklärte, dass auch Flüchtlinge das Recht hätten, sich überall auf der Erde niederzulassen. Auf eine Frage der Moderatoren, wie seine Partei eine Beschleunigung der Asylverfahren erreichen und Abschiebungen trotz Überforderung der hessischen Kommunen verbieten möchte, antwortete dieser bündig, dass nach seiner Auffassung keine Überbelastung vorliege und Deutschland als reiches Land noch mehr Flüchtlinge aufnehmen müsse.

 

Positionen zu CETA

Wesentlich brisanter war der verbale Schlagabtausch zu den geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA. Für den linken Landespolitiker van Ooyen ist CETA „nichts anderes als TTIP durch die Hintertür". Ebenso sei es für ihn unverständlich, weshalb die Grünen gegen einen Antrag der Linken votierten, der das Stoppen des Abkommens mit Kanada forderte, gleichzeitig aber zu Anti-CETA-Demonstrationen aufriefen.

Die parlamentarische Geschäftsführerin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/ Grüne, Angela Dorn, entgegnete, dass auch sie sich der Parteipolitik beugen müsse und sich aufgrund dessen dem konservativen Koalitionspartner anzupassen hatte, jedoch sorge sie sich auch um die Verbraucherrechte und Umweltstandards, die CETA mit sich bringe. Beistand fand Dorn bei der SPD-Vertreterin Alex, die betonte, dass die Bundesrepublik schon immer Handelsabkommen hatte und diese essentiell seien für Deutschlands Wirtschaft. Allerdings gäbe es durchaus „berechtigte Bedenken bezüglich der Schiedsgerichte und des Arbeitsschutzes".

Neben den fünf Diskussionsfeldern Flüchtlings-, Außen-, Europa-, Medien- und Wirtschaftspolitik offerierte die Podiumsdiskussion auch einen Ausblick auf die kommende Bundes- und Landtagswahl. Zwangsläufig kam die Frage auf, ob CDU und Grüne sich eine Fortsetzung der Kooperation auf Landesebene vorstellen könnten. Ismail Tipi (CDU) unterstützte diese Idee und gab sich zufrieden mit der Arbeit der Koalition. Die Grünen-Vertreterin Dorn gestand, dass sie zunächst Bedenken hatte, kann sich jedoch ebenfalls eine weitere Zusammenarbeit vorstellen.

Gegen Ende der Diskussion interessierte die Schülerschaft noch, wie die Landespolitiker die scheinbare Politikverdrossenheit beurteilen und junge Menschen zum Wählen animieren möchten.

Für Ismail Tipi stand eines fest: „Die Politik muss Klartext reden", anderenfalls könne man mit einem Interesse seitens der Jugendlichen nicht rechnen. „Meine Bitte: Begeistert euch für Politik, ansonsten entscheiden andere über eure Köpfe hinweg!", appellierte der christdemokratische Landespolitiker. Zustimmung bekam dieser von seiner grünen Regierungspartnerin, diese sorgte sich jedoch vielmehr darum, dass Jugendliche parteiverdrossen seien.

„Grundsätzlich haben wir ein riesiges Potenzial an jungen Menschen, die sich engagieren wollen, aber Parteipolitik schreckt sie offensichtlich ab", so die Grünenpolitikerin.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion folgte ein reger Meinungsaustausch in kleinen Gruppen, die sich im Laufe der Projektwoche mit den Standpunkten der jeweiligen Partei, zu den Themen der Podiumsdiskussion, auseinandergesetzt hatten. Dabei bot sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, den Mandatsträgern weitere Fragen zu stellen und Kritik zu üben.

 

Projektwoche- Religion

Ist das Fair? Projekt an der Einhardschule

Projektwoche Gruppenfoto

Seligenstadt, 3.10.2016. Mit der Frage „Ist das Fair?" beschäftigten sich die Schüler der Jahrgangsstufe sieben während der Projektwoche der Einhardschule Ende September. Kindheit und Jugend in der Dritten Welt wurde näher erkundet, vor allem die Kinderarbeit und Armut standen im Vordergrund.

Da der Seligenstädter Weltladen in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiert, lag eine Zusammenarbeit mit dem Weltladen Verein und dem Gemeindepädagogen Claus Ost nahe. Ost -als Experte vor Ort- wusste viel Interessantes zu berichten über die Vermarktung von Lebensmitteln. Vor allem der Weg der Schokolade, deren Grundbestandteile in der Dritten Welt angebaut werden, die jedoch wegen der hohen Preise dort von keinem der Arbeiter gekauft werden könnte, erstaunte die meisten. Ebenso die gefährlichen Bedingungen, unter denen Bananen geerntet werden. Auch der Weg und die anteiligen Gewinne einer Jeans wurden aufgezeigt.

Mit Filmen, Spielen und einem informativen Besuch des Weltladens war die Gruppe abwechslungsreich unterwegs, natürlich mit dem Fairmobil des Weltladens, das zu lenken schwieriger ist, als man ihm ansieht! Der Donnerstag und Freitag standen dann im Zeichen der kreativen Umsetzung; im evangelischen Gemeindezentrum wurden riesige Standcollagen gebastelt, die die Ergebnisse der Woche sichern sollten. Diese sollen für Info-Veranstaltungen genutzt werden. Den Abschluss der Woche bildete ein gemeinsames Essen nach einem Rezept aus Afrika. Weniger die Zutaten, als die Art und Weise des Essens waren für alle eine neue Erfahrung, denn man isst dieses Couscous-Gericht nicht mit Besteck, sondern um die Schüssel herum sitzen alle mit einem Teigfladen, mit dem dann der Brei „ausgewischt" wird – Kochen und Essen stellten für so manchen eine echte Herausforderung dar.

Die Leiterin der Gruppe, Birgit Imgram, hatte in Frederike Glaesmann und Michael Wolf motivierte Kollegen zur Unterstützung. Alle Teilnehmer bedanken sich besonders bei Claus Ost für die Mühe und vor allem Zeit, die er investierte und seine Ideen. Damit die Projektwoche nicht nur in den Köpfen ein Nachdenken und hoffentlich auch ein Umdenken bewirkt, soll das Fair Mobil mit einigen Ergebnissen der Projektwoche am Tag der offenen Tür am 18. November in der Einhardschule für Information zum Thema „Dritte Welt und fairer Handel" sorgen.

 

 

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